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Final Fantasy VX auf der Gamescom 2016

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Kurz bevor Final Fantasy XV am 30. September in den Handel kommt, können Fans der Spielereihe auf der Gamescom 2016 einen ausführliches Hands-on zelebrieren. Wer mindestens drei Stunden Wartezeit mitbringt, kann ganze 45 Minuten lang in das gesamte Spiel eintauchen und von Beginn an zocken. Die Demo vom März diesen Jahres, vermittelte mit 2-3 Stunden Spielzeit sicherlich einen guten ersten Eindruck der neuen Final-Fantasy-Welt, umriss aber nur einen Nebenhandlungsstrang der Geschichte. Protagonist Noctis und seine Freunde haben in den letzten Monaten einiges an Spott erfahren: Boyband-Schönlinge und Dino-Roadtrip-Emos dürften dabei noch die nettesten Bezeichnungen gewesen sein. Nach dem ersten Eindruck möchte man aber sagen: Das haben Bill Kaulitz der Prinz und sein Gefolge nicht verdient. Gehen wir ins Detail:

Das Kampfsystem

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Lange Schlangen vor den Spielestationen auf der Gamescom

Nach so einigen Trailern und Ingame-Videos ist das neue Kampfsystem Active Cross Battle (AXB) bereits bekannt, konnte hier aber ausführlich getestet werden. Im Gegensatz zu den meisten Final-Fantasy-Ablegern handelt es sich hierbei nicht um ein RPG-typisches, rundenbasiertes Kampfsetting, sondern um ein Echtzeitsystem, welches sehr dynamische Kämpfe ermöglicht. Gegner spawnen so also auch nicht mehr unerwartet und werden auch nicht mehr in einer von der Umgebung losgelösten Arena bekämpft. Man hat vor der Konfrontation oft eine Weile Zeit, den Gegner zu beobachten und einzuschätzen (sofern man ihn denn zuvor sieht). Der schnelle Wechsel aus Schwerthieben und Blockvarianten geht schon bald flott von der Hand und entfalten das volle Potenzial in der Interaktion mit der Umgebung. Innerhalb weniger Minuten gelingen schnelle Attacken, wie zum Beispiel die Kombination des Tachyonensprungs (das Schleudern des Schwertes samt Teleport einige Meter weiter weg) mit Angriffen. Auch wenn in dieser kurzen Zeit verhältnismäßig kleine (und wie mir schien, dumme) Gegner erschienen, so weckt diese Dynamik auch deutlich mächtigere Widersacher.

Und auch hier machen Trailer vorab große Lust auf mehr: Scheinbar übermächtig große Gegner könnten so à la God of War oder Shadow of the Colossus mit Geschick und gezielten Manövern besiegt werden. Im taktischen Fokus stehen hier weniger die Spielzüge, sondern der gezielte Waffenwechsel und das Beherrschen der wirklich schnellen Attacken. Button-Masher werden demnach kurzfristig Freude haben, aber schon bei Dinos über Schäferhund-Größe frustriert sein. Fähigkeiten werden in einem bekannten Skilltree auf alle Charaktere der Party verteilt. Wenig Neues, mehr Altbewährtes an dieser Stelle.

Final Fantasy 15 Episode Duscae - Vorschau-Video So funktioniert das Kampfsystem03:11

Final Fantasy 15 Episode Duscae - Vorschau-Video So funktioniert das Kampfsystem

Eyecandy so weit das Auge reicht... fast

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Das reichlich japanische Charakter-Design ist diesmal auffallend realistisch und zeigt wenig phantastische Elemente, dafür aber viele lässige Posen, flüssige und authentische Bewegungen mit Liebe zum Detail und FF-gewohnte Theatralik. Das klingt negativer als es gemeint ist: Nach meinem ganz persönlichen Geschmack ist Square Enix der absolute Spitzenreiter in puncto grafischer Umsetzung von Mimik, Gestik und anatomischer Bewegungen. Die Haare wehen im Wind, Sommersprossen und Hautunreinheiten sind herrlich authentisch und die Physik zwischen Körper und Umwelt ist wunderbar umgesetzt. Sicherlich, wer mit schmachtenden Emo-Blicken samt passender Frisur nicht viel anfangen kann, wird genervt mit den Augen rollen. Jedoch verhalten sich die Figuren kerniger als erwartet und die staubige und wirklich ungemütliche Umwelt (zumindest zu Beginn des Spiels) nimmt ordentlich Romantik-Schmalz aus dem Setting. Ich könnte mich daran nicht satt sehen...

...wären da nicht einige Texturen aus der Hölle. So atemberaubend die Videosequenzen und ein Großteil der spielbaren Sequenzen sind, so verstörend grässlich sehen manche Elemente im Spielverlauf aus: Texturen (besonders in den Haaren oder der Kleidung) wirken in dieser Version grob und verrauscht. Einige Elemente bauen sich erst sehr spät auf, Schatten oder kleinere Gegenstände in der Umgebung werden so erst auffallend spät sichtbar. Zudem war ich mir während der unsagbar langen Ladezeiten zwischen den initialen Videosequenzen nicht sicher, ob die Konsole nicht abgeschmiert war. Ich hoffe inständig, dass es sich bei dieser Version, nicht um das finale Spiel handelt, welches Ende September bereits in den Regalen stehen soll. Diese erstaunlich groben Patzer würden das Spielevergnügen doch deutlich schmälern.


Es ist erstaunlich, wie viele Spiele Square Enix auf der diesjährigen Gamescom präsentiert und wie viele davon Final Fantasy im Titel tragen. Mich überzeugt Final Fantasy XV (fast) auf ganzer Linie und gehört eindeutig zu meinen Highlights der Messe! Das Kampfsystem schreckt alte Rollenspielveteranen vielleicht ab, fühlt sich aber sehr gut und frisch an und das Setting hebt sich ebenfalls angenehm von dem bisher Gesehenen ab. Ich hoffe inständig, dass letzte Bugs ausgemerzt werden und spätestens dann stehen einigen zig Spielstunden nichts mehr im Wege.


Hier findest du noch mehr Infos und Highlights zu Gamescom 2016!

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