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Final Fantasy Almanach

Exdeath

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Exdeath Amano Artwork.jpg

Exdeath (Artwork von Yoshitaka Amano)

Exdeath (jap. エクスデス, Ekusudesu), auch als X-Death oder ExDeath bekannt, ist der Antagonist aus Final Fantasy V. Er ist ein enorm mächtiger Hexer, Kriegstreiber und Verursacher von Chaos und Zerstörung. Mit seinen Kräften kann er Naturkatastrophen erzeugen sowie das Nichts kontrollieren. Ihm unterliegen zahlreiche Monster und Dämonen aus dem Interdimensionalen Riss, die er auf die Menschheit loshetzt. Er symbolisiert in seiner gesamten Erscheinung Angst, Tod, Krieg und Zerstörung. Sämtliche seiner Handlungen sind darauf ausgelegt, die Menschheit zu tyrannisieren und zu unterjochen.

Exdeath entstand aus der Gesamtheit unzähliger Unwesen, die im Wächterbaum im Wald von Moore verbannt wurden. Das bedeutet, er vereint alles Schlechte und Verhasste in sich, das die Menschheit eigentlich loswerden wollte. Er verwendet dazu meist das Nichts, löscht mit ihm ganze Landstriche in Sekunden aus und führt gleichzeitig von seinem eigenen Schloss aus Kriege gegen alle Königreiche. Eine seiner Charaktereigenschaft ist, dass er alle drohenden Gefahren und Risiken im Keim zu ersticken versucht und dabei gerne extreme Mittel verwendet, seien es Erdbeben, sei es das Nichts. Er besitzt weiterhin gewisse sadistische und menschenverachtende Züge an sich, schreckt nicht vor Folter zurück und kann außerdem Menschen mit bloßen Gedanken kontrollieren.

Sein Antrieb ist die vollständige Kontrolle des Nichts, denn dadurch wäre er vollkommen unantastbar, doch schlussendlich kann er von den Kriegern des Lichts vernichtet werden. Das Nichts wird im Interdimensionalen Riss eingeschlossen und somit seine Schreckensherrschaft beendet.

HandlungBearbeiten

Das Nichts.png

Das Nichts

Exdeath ist kein menschliches Wesen, sondern wurde durch alles Negative und Schlechte der Welt geboren. Seine Schöpfung basiert zu einem großen Teil auf dem manifestierten Bösen Enuo, das laut einer Legende vor 1000 Jahren schreckliches Chaos verursachte und Angst und Terror ins Land trieb, indem es das Nichts kontrollieren konnte. Nach einem verlustreichen und langen Kampf konnte die Menschheit Enuo unter Einsatz der Zwölf Legendären Waffen besiegen. Die zerstörerischen Kräfte des Nichts konnten dadurch allerdings nicht eingedämmt werden, und so entschloss sich die Menschheit zu einem radikalen, aber finalen Schritt: Sie brachen die vier Kristalle, die das Gleichgewicht aller Kräfte in sich bargen, entzwei. Dies resultierte darin, dass zwar das Nichts in den Interdimensionalen Riss verbannt wurde, jedoch teilte sich dadurch die gesamte Welt in zwei Hälften.

Durch den gestörten Einfluss der Kristalle kam es allerorts zu Unstimmigkeiten und unzählige Dämonen streunten durch die Länder. Damals existierte einst im Wald von Moore ein besonderer Baum, welcher über Jahrhunderte hinweg dazu benutzt wurde, um in ihm diese Dämonen und Monster zu verbannen und zu versiegeln. Vor 500 Jahren manifestierte sich all dieses Böse und wurde zu Exdeath.

Exdeath brachte erneut Zerstörung und Panik in die Welt und errichtete eine massive Festung, von der aus er mit den anderen Königreichen Krieg führte. Erst 30 Jahre vor Spielbeginn gelang es der Menschheit, ihn einzudämmen, indem die vier Krieger der Morgendämmerung Galuf Halm Baldesion, Kelger Vlondett, Xezat Matias Surgate und Dorgann Klauser ihm in die andere Hälfte der Welt folgten, in die Heimat von Bartz, Lenna und Faris, und ihn dort in die Knie zwangen. Exdeath war aber zu mächtig um endgültig vernichtet werden zu können, weswegen sich die Krieger darauf einigten, ihn mit einem Siegel zu bannen. Dorgann wollte ihn entgegen seinen Mitstreitern aber nicht in dieser anderen Welt lassen, da ihm dies als nicht rechtens vorkam. Er wollte in dieser Welt bleiben um ein Auge auf das Siegel werfen zu können, während die anderen Krieger der Morgendämmerung hingegen wieder zurück in ihre Heimat reisten.

Eine Schlüsselrolle bei diesem Siegel spielen die Kristalle, denn die Kraft des Siegels wurde von den Kriegern an die Kristalle gebunden. Mit der Zeit schwand die Kraft des Siegels allmählich ab, da die Menschen langsam aber stetig immer mehr der Kraft der Kristalle in Anspruch nahmen. Nicht zuletzt trug Cid Previa viel zum Verschwinden des Siegels bei, denn er entwickelte eine Maschine, die die Kristallkraft amplifizieren und verstärken kann, aber dafür die Kristalle instabil werden lässt. Aufgrund dessen konnte Exdeath in seinem gebannten Zustand einen gewissen Einfluss auf die Welt ausüben, indem er gezielt Menschen unter seine Kontrolle bringen konnte und sie an seiner statt die Kristalle einen nach dem anderen zerbrechen ließ, darunter die Königin von Karnak, die sich von diesem Vorfall nie mehr erholen konnte, und König Tycoon.

Exdeath begrüßt Galuf.png

Mit der Zerstörung des letzten Kristalls ist Exdeath wieder frei

Die Krieger des Lichts Bartz, Galuf, Lenna und Faris erfahren anhand loser Erinnerungsfragmente von Galuf von ihrem Ziel, das Zerbrechen der Kristalle zu verhindern, doch sie können keinen der vier Kristalle beschützen, und alle zerspringen nacheinander in viele kleine Splitter. Mit dem Brechen des letzten Kristalls löst sich das Siegel endgültig und Exdeath ist nicht mehr gebannt. In Form eines Lichtblitzes erscheint er zum ersten Mal persönlich vor den Kriegern des Lichts, begrüßt Galuf, den er ja bereits aus den früheren Kämpfen kennt, und zerstört die Essenzen der Kristallsplitter, sodass ihre Kräfte von den Kriegern nicht mehr genutzt werden können, bevor er plötzlich die Szene wieder verlässt. Er verschwindet in die Heimatwelt der Krieger der Morgendämmerung und führt dort seine Kriegszüge gegen die anderen Königreiche fort. König Tycoon, der nun nicht mehr unter dem Einfluss von Exdeath steht, beseelt die Kristallsplitter wieder mit seiner eigenen Lebenskraft und scheidet darauf dahin.

Galuf kehrt in seine Heimatwelt zurück und lässt die anderen drei Krieger in ihrer Welt, sie entschließen sich aber schnell, Exdeath ebenfalls gemeinsam aufhalten zu wollen. Ihre Reise in die zweite Welt verläuft aber kompliziert und schließlich finden sie sich in den Kerkern von Schloss Exdeath wieder. Exdeath begrüßt sie von seinem Thronsaal aus und meint, er müsse sich eigentlich dankbar zeigen, da ihm die gefangenen Krieger noch sehr nützlich werden würden. Er lässt einen enormen Spiegel vor ihnen aufbauen, der ihr Spiegelbild in den Himmel vor der Großen Brücke projiziert, welches sofort von Galuf und dessen Enkelin Krile bemerkt wird und ihn unter Druck setzen soll, denn Galuf führt gerade in diesem Moment einen Streitzug gegen das Schloss an. Exdeath erscheint hinter ihren drei Reflektionen und droht mit ihrem sofortigen Tod, wenn Galuf weiter vordringen würde. Dieser verkündet den Rückzug und lässt seine Truppen abziehen, er selbst setzt sich aber auf den Winddrachen von Krile und fliegt alleine ins Schloss. Er betritt den Kerker, besiegt den Gefangenenwächter Gilgamesch und befreit seine Mitstreiter, nicht aber, ohne ihnen direkt sein Missfallen zu offenbaren. Gemeinsam flüchten sie über die Große Brücke zu Krile und dem Winddrachen, während sich eine Barriere über dem Schloss Exdeath aufbaut. Diese Barriere errichtete Exdeath als Schutz vor seinen Widersachern. Viele der Soldaten des Königreiches Bal, das von Galuf persönlich regiert wird, fallen weiterhin Exdeaths Monstern zum Opfer.

Die früheren Krieger der Morgendämmerung Xezat und Kelger bemühen sich unterdessen ebenfalls nach Möglichkeiten Exdeath in Schach zu halten, doch Kelger erliegt mit der Zeit seinen Verletzungen, während Xezat sich selbst opfert, damit die Barriere wieder aufgelöst werden kann. Die Krieger des Lichts begeben sich zum 700 Jahre alten Wahrsager Ghido, der das Zerbrechen der Kristalle vorhergesagt hatte, doch unmittelbar vor der Zusammenkunft lässt Exdeath Ghidos Insel mit einem Erdbeben im Meer versinken. Dank des Umbaus des Luftschiffes in ein U-Boot seitens Cid können sie seine Höhle dennoch betreten. Ghido berichtet, dass es in der Natur eines Siegels liege gebrochen zu werden, also müsse Exdeath ein für allemal ausgelöscht werden. Er sendet die Krieger in den Wald von Moore, wo etwas wichtiges sein soll, nach dem Exdeath suche. Während der Durchquerung des Waldes zeigt sich, dass noch immer viele starke Monster und Dämonen hier ihr Unwesen treiben. Exdeath steckt plötzlich den gesamten Wald an, um die Krieger auszulöschen, doch sie können in einem Erdloch Schutz finden. Jenseits des nun völlig ausgebrannten Waldes finden sie den Wächterbaum, in dem Exdeath einst gebannt war. Sie betreten darin eine weitläufige Kammer und werden von vier blauen Objekten angegriffen, die sie nicht eindeutig identifizieren können, und besiegen diese.

Galuf gegen Exdeath.png

Galuf widersteht Exdeaths' Folter

Nach dem Kampf schweben die blauen Objekte wieder zurück an ihre Ausgangsstellen und die Stimme von Exdeath spricht zu den Kriegern. Er bedankt sich für das Zerstören der Siegel, denn tatsächlich handelt es sich bei den Objekten um die vier Kristallhälften dieser Welt. Die Krieger erfüllten somit unbewusst Exdeaths vorrangiges Ziel. Er erscheint nun vor ihnen, lässt die Kristalle vor ihm aufreihen und lähmt mit ihnen die Krieger des Lichts. Unterdessen spürt Krile, die sich auf Schloss Bal befindet, dass etwas mit ihrem Großvater Galuf nicht stimmt und macht sich mit der Hilfe eines Mogrys und ihrem Winddrachen auf den Weg zum Wald. Exdeath foltert die Krieger mit Hilfe von Strahlen, die er aus den Kristallen schießt. Gerade als er zum Todesstoß ansetzen will, erscheint Krile, die den Überraschungsmoment ausnutzt und Exdeath kurzzeitig lahmlegt. Er kommt aber schnell wieder zu sich, sperrt sie in einem Flammenring ein und schleudert sie mehrmals gegen die Wände. Galuf kann sich aufrappeln, den Strahl des Kristalls trotz Exdeaths verblüffter Warnung auf den Kristall selbst zurückschleudern und sich Exdeath zum Kampf stellen. Trotz Exdeaths heftigsten Angriffen und mächtigsten Attacken, die diesen mühelos umbringen sollten, bleibt Galuf standhaft und bekämpft Exdeath erfolgreich, der sich geschlagen geben muss und das Feld via Teleportation räumt. Schließlich war aber dieser Kampf für Galuf zu viel und er stirbt. Krile übernimmt seine Rolle als vierte Kriegerin des Lichts.

Exdeath kehrt zurück in sein Schloss und wartet hier auf die Krieger, in dem mehrere Soldaten von Bal bereits verwundet umherliegen. Vor dem Thronsaal wartet erneut Gilgamesch auf die Krieger, den sie auch damals auf der Großen Brücke bekämpft hatten. Noch während dem Kampf mit diesem ertönt die Stimme von Exdeath, der genug von Gilgameschs Unfähigkeit hat und ihn in den Interdimensionalen Riss verbannt. Daraufhin stellen sie sich Exdeath persönlich, der die Welten wieder vereinen und sich der Krieger nun endgültig entledigen will. Tatsächlich können sie ihn aber besiegen, doch die restlichen drei Kristalle zerspringen dennoch. Folglich verbinden sich beide Welten wieder zu einer einzigen und die Krieger erwachen vor dem Schloss Tycoon ohne zu wissen, wie sie hier her gelangt sein könnten. Sie besuchen erneut den Weisen Ghido, doch plötzlich erscheint Exdeath, der sich als ein dorniger Splitter in Kriles Finger getarnt hat.

Exdeath gegen Ghido.png

Exdeath offenbart seine Ziele

Er erklärt nun seine wahren Absichten, nämlich die ultimative Kontrolle über das Nichts, und dass er sie endlich erreicht habe. Er demonstriert seine neu gewordenen Kräfte, indem er das Schloss Tycoon mitsamt seiner Bewohner in einer Manifestation des Risses mitsamt dem darin eingeschlossenen Nichts, einem gigantischen schwarzen Energieball, verschwinden lässt. Die Krieger stellen sich Exdeath, doch er wischt sie mit seinen Kräften mehrmals einfach beiseite. Erneut setzt er zum Todesstoß an, doch diesmal wird er von Ghido aufgehalten, der ihm ein gestandener Gegner zu sein scheint. Exdeath gratuliert zu Ghidos Fähigkeiten, bevor er alle Beteiligten in verschiedene Richtungen schleudert und verschwindet. Ghido begibt sich zur Bibliothek der Vorväter, wo er von den Zwölf Legendären Waffen berichtet, mit denen Exdeath womöglich besiegt werden könne. Exdeath entledigt sich bald des Weisen, indem er auch ihn und die Bibliothek mit den darin befindlichen Gelehrten in den Riss verbannt.

Exdeath Baumform.png

Exdeath in seiner wahren Gestalt als Wächterbaum

Exdeath zeigt auch weiterhin seine enorme Macht, indem er Schloss Walse und Istory in den Riss verbannt sowie den Mogry-Wald und Lix, die Heimat von Bartz. Außerdem befreit er die versiegelten Dämonen des Risses und hetzt sie auf die Krieger des Lichts. Diese sind zunächst schockiert, setzen ihre Reise aber fort und erlangen alle zwölf Waffen. Sie betreten den Riss und kämpfen sich bis zu Exdeath vor. Er hatte sie schon früher erwartet, verwandelt sich in seine wahre Gestalt als Baum des Waldes von Moore mit einem diabolischen Gesicht in der Rinde. Wie zum Spaß lässt er Personen, die den Kriegern nahe stehen, einfach verschwinden, darunter die Bewohner von Schloss Bal, die Piraten der früheren Flotte von Faris und Cid sowie dessen Enkel Mid. Exdeath beschwört erneut eine riesige Kugel des Nichts herauf, die er einsetzen will, um mit ihr die Krieger des Lichts zu vernichten. Die Seelen der verstorbenen Krieger der Morgendämmerung sowie König Tycoon erscheinen und dämmen das Nichts, sodass die Krieger des Lichts Exdeath bekämpfen können. Während dem Kampf wird Exdeath selbst vom Nichts verschlungen und mutiert zu Neo Exdeath, einem nihilistischen Wesen, das aus vielen Monstern und Dämonen besteht und alle Existenz auslöschen will, selbst seine eigene. Die Krieger des Lichts bezwingen auch Neo Exdeath, treiben dadurch das Nichts aus der Welt zurück in den Riss, versiegeln diesen und befreien damit die Welt vom Chaos.

Kampf Bearbeiten

Hauptartikel: Exdeath (Boss) und Neo Exdeath.

Exdeath wird zwei Mal von den Kriegern des Lichts bekämpft. Nach dem zweiten Kampf verwandelt er sich in Neo Exdeath und muss in dieser Form erneut bezwungen werden.

GalerieBearbeiten

 
Exdeath Kampf.png
 
Exdeath.gif

Andere AuftritteBearbeiten

Exdeath Dissidia.png

Dissidia: Final FantasyBearbeiten

Hauptartikel: Exdeath (Dissidia).

In Dissidia: Final Fantasy ist Exdeath einer der spielbaren Charaktere, die auf der Seite von Chaos stehen. Er verkörpert dabei den direkten Gegenspieler von Bartz und versucht gemeinsam mit Kuja, der Wolke der Dunkelheit und Kefka, die Welt ins Nichts zu stürzen. Außerdem überwacht er die Handlungen von Golbez und ist der erste der Bösewichte, der dessen Verrat bemerkt.

Dissidia 012 Final FantasyBearbeiten

Exdeath ist, wie alle anderen Charaktere aus Dissidia: Final Fantasy auch, im ebenfalls für die PSP erschienenden Nachfolger namens Dissidia 012 Final Fantasy vertreten.

EtymologieBearbeiten

Exdeath setzt sich aus dem lateinischen Präfix "ex" (aus, heraus) und dem englischen Wort "death" (Tod) zusammen. Dies könnte ein Verweis auf Exdeaths Entstehung aus bösartigen Seelen sein.

Es besteht jedoch kein Konsens darüber, ob Exdeaths Name falsch übersetzt wurde und eigentlich Exodus (griech. Auszug) lauten sollte. Denn der japanische Name エクスデス wurde in späteren Spielen, in denen er ebenfalls verwendet wurde, wie bspw. in Final Fantasy XII, von Square Enix mit Exodus übersetzt. Es wäre denkbar, dass die irrtümliche Bezeichnung "Exdeath" trotzdem beibehalten wurde, da diese sich unter Anhängern bereits etabliert hatte und dieser Schritt daher als unnötig angesehen wurde.

TriviaBearbeiten

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