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Final Fantasy Almanach

Jenova

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ChocoboFeder2 Dieser Artikel wurde zum Artikel des Monats November 2010 gewählt. ChocoboFeder


Jenova

Jenova im ursprünglichen Final Fantasy VII

Jenova (jap. ジェノバ, Jenoba) ist eine außerirdische Lebensform in der Compilation of Final Fantasy VII. Sie taucht außerdem in Last Order: Final Fantasy VII auf, sowie einem Rückblick in Final Fantasy VII: Advent Children. Sie wird als Mutter von Sephiroth bezeichnet, auch wenn das nur indirekt zutrifft, und ist der Quell und Ursprung der Geschehnisse in der Welt von Final Fantasy VII. Sie repräsentiert das Urböse, die Zerstörung aller Existenzen. Experimente mit ihr und ihren Zellen führten zur Kreation vieler weiterer Bösewichte.

Wesen und Instinkt Bearbeiten

Jenova gleicht in ihrer Natur einem Parasit oder einem Virus. Ihre Hauptmotivation besteht einzig im Überleben und der Reproduktion. Sie reist in ihrem ewigen Drang nach Zerstörung durch den Kosmos von einem Planeten zum nächsten, um sich zu verbreiten und die einheimischen Lebensformen zu assimilieren oder ganz auszulöschen. Sie bedient sich dabei drei besonderer Fähigkeiten: zum einen kann sie die Form ihrer Beute annehmen, zum anderen kontrolliert sie zu einem gewissen Teil die Psyche und den Willen von Lebewesen, die mit ihren Zellen infiziert wurden, und schließlich verhalten sich auch abgetrennte Teile von ihr nach ihrem übergeordneten, einheitlichen Willen, wie Insekten in einem Schwarm. Sehr deutlich zeigen sich diese drei Fähigkeiten in der Wiedervereinigung der Sephiroth-Klone: Nachdem Sephiroth im Nibelheim-Reaktor von Cloud in den Lebensstrom zusammen mit den Überresten von Jenova in seinen Händen geworfen wurde, verschmolzen sie zu einem gewissen Teil und teilen sich seitdem einen gemeinsamen Geist. Sephiroth kann die Kontrolle über Jenovas Willen übernehmen, während sie seine Gestalt annehmen kann. Auch die Zellen von Jenova verfügen nun über diese Fähigkeit, obwohl sie von ihr getrennt sind. Von Jenova-Zellen infizierte ehemalige Mitglieder von SOLDAT wandeln in der Gestalt von Sephiroth durch die Lande zu einem gemeinsamen Treffpunkt, den ihnen Jenova vorgibt, dem Tempel des Alten Volkes und später den Nordkrater. Diese Klone werden von der Heldentruppe fälschlicherweise für Sephiroth persönlich gehalten. Das Einflößen ihrer Zellen ermöglicht den Streitkräften von SOLDAT erst ihre besonderen Kräfte, und da auch Cloud mit diesen Zellen behandelt wurde, gelingt Sephiroth und Jenova das Eindringen in sein Unterbewusstsein an mehreren Stellen des Spiels. Somit rekrutierte ShinRa unbewusst eine Armee von Jenova-Kriegern.

HandlungBearbeiten

Final Fantasy VII/ Crisis Core: Final Fantasy VIIBearbeiten

Aus den unendlichen Weiten des Kosmos stieg einst ein Wesen herab, das die Welt in Chaos versinken ließ und den Tod brachte. Jenova durchquerte das All auf einem Meteoriten, der auf dem Planeten einschlug und den Nordkrater formte. Es löschte die damalige Hochkultur, das alte Volk der Cetra, nahezu komplett aus. Den wenigen Überlebenden Cetra gelang es schließlich, mit vereinten Kräften Jenova im Nordkrater zu binden und ihre Kräfte einzudämmen. Die Menschen, die ebenfalls zur damaligen Zeit den Planeten bevölkerten, versteckten sich vor Jenova, und konnten sich nach ihrer Eindämmung durch die Cetra auf dem Planeten ausbreiten.

Jahrhunderte später fand Shin-Ra die letzten Überbleibsel dieses Wesens. Man hielt es für tot und begann, damit zu experimentieren. Man nannte es „Jenova“, was soviel wie „Neue Göttin“ bedeutet. Man hielt dieses Wesen fälschlicherweise für ein Mitglied des alten Volkes, doch Professor Gast, ein Shin-Ra-Wissenschaftler, erfuhr von seiner Frau Ifalna, der letzten Angehörigen der Cetra, die Wahrheit über Jenova.

Einige Jahre später zeugte Professor Hojo, ein Wissenschaftler von Shinra, mit Lucretia ein Kind, dem er einige Zellen Jenovas einpflanzte, während es sich noch im Mutterbauch befand. Aus diesem makabren Experiment ging Sephiroth hervor, der in Shin-Ras Reihen zum weitaus mächtigsten Kämpfer avancierte. Das Jenova-Projekt wurde daraufhin einberufen und damit die Schöpfung von SOLDAT, wodurch Superkämpfer kreiert wurden, die mit von Jenovas Zellen infiziertem Mako behandelt wurden und dadurch enorme Leistungen vollbringen konnten. Auch Genesis Rhapsodos und Angeal Hewley wurden in dieser Zeit erschaffen.

Personen mit einem schwachen Willen, die Jenovas Zellen in sich tragen, können diesen nicht widerstehen und werden zu Jenovas willenlosen Marionetten, was bedeutet dass sie von Jenovas Willen kontrolliert und gelenkt werden. Jenova wurde in das Nibelgebirge gebracht und in dem dortigen Makoreaktor eingesperrt und versiegelt. Mit ihr schlafen dort zahllose finstere Experimente. Sephiroth, der von seiner Herkunft einzig und allein den Namen „Jenova“ kennt, betritt während eines Routineauftrags gemeinsam mit Cloud Strife und Zack Fair den Reaktor in Nibelheim. Hier findet er die fehlgeschlagenen Experimentobjekte, die seine Reproduktionen sein sollten, sowie die Kammer, in der der verbleibende Körper von Jenova aufbewahrt wird. Er verfängt sich in Zweifeln und Gedankenkonflikten, verschanzt sich in der Shin-Ra-Villa und studiert alles Niedergeschriebene über das Jenova-Projekt auf der Suche nach Antworten auf seine offenen Fragen. Er entwickelt einen irrtümlichen Glauben, er sei der letzte Nachfahre der Cetra, und die Menschen seien feige und hätten sein Volk verraten. In seinem Zorn brennt er die Stadt nieder und begibt sich zum Reaktor, um seine „Mutter“, wie er Jenova von nun an fälschlicherweise nennt, zu retten. Cloud kann ihn jedoch stellen, und der verwundete Sephiroth fällt mit Jenovas Kopf in den Lebensstrom, wo sie gemeinsam verschmelzen und sich im Nordkrater niederlassen. Die Überreste von Jenova werden anschließend ins Shin-Ra Hauptquartier nach Midgar gebracht und Nibelheim als eine Fassade wieder aufgebaut. Sephiroth und Jenova teilen sich von nun einen gemeinsamen Geist.

Kopflose Jenova

Jenova ohne Kopf

Vier Jahre später gelingt es den Überresten des Körpers von Jenova aus der Hauptzentrale zu entkommen, indem es sich in Sephiroth transformiert, bei der Flucht ein Blutbad anrichtet und zahlreiche Mitarbeiter umbringt, darunter auch den Präsidenten der Firma. Von diesem Zeitpunkt an verfolgt Cloud mit den anderen Helden Sephiroth ohne zu wissen, dass es sich dabei in Wahrheit um Jenova handelt. Cloud wünscht sich seine Rache an der Zerstörung von Nibelheim, aber zu einem gewissen Grad wird er jedoch auch von Jenovas Zellen gesteuert, was sich in manchen Momenten zeigt, in denen er sich selbst nicht mehr kontrollieren kann.

Dieses Phänomen erforscht auch insgeheim Professor Hojo und nennt es die Wiedervereinigungstheorie. Dabei werden alle infizierten Personen von Jenovas Willen gesteuert und zu ihr geführt, völlig oder teilweise ohne eigenen Handlungs- oder Entscheidungsspielraum, abhängig von der Willenskraft des Infizierten. Diese Infizierten sind die sogenannten Sephiroth-Klone, da sie alle seine Gestalt annehmen. Während der Verfolgung kämpfen die Helden insgesamt drei mal gegen Teile von Jenova, die Sephiroth bewusst hinterlässt. Sephiroth steuert seit der Verschmelzung den Willen von Jenova aus dem Nordkrater heraus, da sein Geist laut Ultimania Omega stärker ist als ihrer, obwohl nichts in dieser Richtung im Spiel ersichtlich ist (das Ultimania Omega für Final Fantasy VII wurde von Squaresoft bzw. Square Enix persönlich herausgegeben und kann daher als verlässliche Quelle angesehen werden). Die Wiedervereinigung vollzieht sich am Tempel des Alten Volkes, jedoch hat von den Infizierten als einziger Cloud überlebt. Sephiroth verwendet seine Kontrolle über Clouds Geist, um sich die Schwarze Substanz von ihm aushändigen zu lassen. Durch die Jenova-Zellen in Clouds Körper zwingt er ihn dazu, ohne dass sich Cloud dagegen wehren kann.

Es sind erneut diese Zellen, die Sephiroth Cloud in der Stadt des Alten Volkes kontrollieren lassen. Diesmal soll Cloud Aerith umbringen, doch Cloud gelingt es, die Kontrolle zu brechen. Sephiroth vollführt daraufhin den Mord persönlich, indem er Aerith durch den Rücken ersticht.

Nach Clouds Genesung bekämpfen die Helden schließlich die letzte Form von Jenova im Nordkrater und sie wird vorerst endgültig besiegt und vernichtet.

Final Fantasy VII: Advent ChildrenBearbeiten

Kontraintuitiv hat sich Jenova durch ihre Vernichtung tatsächlich noch vermehrt, da sich ihre Zellen nun über den Planeten verbreiten und die mysteriöse Seuche Geostigma auslösen. Kontaminierte Personen leiden unter Narben, offenen Wunden mit Aussonderung von schwarzem Schleim, und schließlich sterben sie. Ein Heilmittel ist nicht in Aussicht.

Die verbleibenden Anhänger von Sephiroth, Loz, Yazoo und Kadaj, streben nach dem Erhalt der Überreste ihrer „Mutter“ Jenova, um eine zweite Vereinigung zu erwirken und Sephiroth wieder ins Leben zu rufen. Sie fordern die Aushändigung der Überreste von Rufus Shinra, dessen Turks diese Teile im Nordkrater gefunden hatten und sie in einer schwarzen Kiste aufbewahren. Vermutungen zu Folge handelt es sich dabei um Jenovas Kopf. Bei Vincents Unterhaltung mit Cloud nach dem Kampf gegen Kadaj, verrät er Cloud, dass Kadaj und seine Brüder den Kopf Jenovas aus dem Meteorkrater geholt haben. Reno und Rude haben ebenfalls noch versucht diese aufzuhalten, waren jedoch nicht stark genug.

Kadaj gelingt es als einzigem, in den Besitz der schwarzen Kiste zu kommen und damit Sephiroth zu erwecken. Cloud stellt sich ihm erneut und besiegt ihn, bevor dieser seine Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft verwirklichen kann, um damit dann das gesamte Universum auszulöschen. Dieses Ziel entspricht der Natur und dem Drang von Jenova. Letztlich wird er von den Jenovazellen in ihm durch Aeriths heiligen Regen befreit, den sie heraufbeschwört und der das Geostigma überall auf dem Planeten heilt. Aufgrund aber der hohen Anpassungsfähigkeit und dem starken Überlebenswillen von Jenova ist ihre endgültige Vernichtung nicht definitiv geklärt.

Kampf Bearbeiten

Jenova-GEBURT FFVII

Jenova als Boss

Hauptartikel: Jenova-GEBURT, Jenova-LEBEN, Jenova-TOD und Jenova-SYNTHESE.

Jenova wird im Verlauf der Handlung von Final Fantasy VII viermal bekämpft.

Galerie Bearbeiten

 
Jenova 1
 
Jenova 2
 
Jenova 3

Etymologie Bearbeiten

Jenova ist eine Kombination der Wörter Jehova und Nova. Jehova ist der Eigenname Gottes in der jüdischen und christlichen Religion, Nova ist die weibliche Form des lateinischen Adjektivs Novus (dt. neu). Somit bedeutet ihr Name sinngemäß „Neue Göttin“.

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