FANDOM


ChocoboFeder2 Dieser Artikel wurde zum Artikel des Monats Januar 2010 gewählt. ChocoboFeder


KefkaArtwork1
Kefkabig

Kefka Palazzo (jap. ケフカ・パラッツォ, Kefuka Parattso oder Cefca Palazzo in der japanischen Version) ist der Hauptantagonist in Final Fantasy VI und genießt eine enorme Beliebtheit unter den Fans der Serie. Einerseits sorgen seine Auftritte für unweigerliche Lacher, die Szene in der Wüste um Burg Figaro gilt hier als sehr beispielhaft, bei der er feststellt, er habe Sand auf den Schuhen, auf der anderen Seite sind seine Absichten und Motive ebenso wie seine Mittel und Wege vollkommen finster, unmoralisch und bösartig, mit einer stark sadistischen und menschenverachtenden Ausprägung. Berühmt ist sein fieses und hinterhältiges Gelächter, mit dem er seine Auftritte meist ankündigt.

Wurden frühere Antagonisten als emotionslose, kalkulierende Bösewichte mit schier uneinholbarem Stärkevorsprung und nahezu unendlicher Macht dargestellt, ist Kefka das komplette Gegenteil. Angefangen bei seinem Erscheinungsbild als ein grell geschminkter und in bunten Gewändern gekleideter Harlekin oder Clown, wodurch er auf den ersten Blick überhaupt nicht bedrohlich wirkt. Hinzu kommt sein typisches Verhalten, das erst im Lauf der Zeit immer fragwürdiger und bösartiger wird, aber am Anfang noch recht harmlos und komödiantisch erscheint. Er lässt es sich nicht nehmen, sowohl seine Untergebenen Soldaten als auch seine Widersacher bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu verhöhnen. Außerdem ist er ein Feigling und flieht aus fast allen Kämpfen oder setzt Illusionen ein. Er stellt den bislang untypischsten wie psychopathischsten Antagonisten dar, der tatsächlich Spaß und Vergnügen an sinnloser wie großflächiger Gewalt und Zerstörung findet.

Handlung Bearbeiten

Gestahls-Rede

Kefka (links) mit Leo, Celes und Terra bei einer Rede des Imperators

Über seine Vergangenheit ist nahezu nichts bekannt. Er verdiente sich einen gefürchteten Ruf innerhalb des Imperiums aufgrund seiner grausamen und rücksichtslosen Vorgehensweise, durch die er seinen Aufstieg voran trieb und die ihm seinen Rang als obersten General direkt unter dem Imperator verlieh. Dem einher geht seine taktische Ausbildung in der Militärakademie, die seine steilen Karriere begründete. Er war der erste Proband bei der Erforschung der Wiedererweckung der Magi, einer Prozedur, bei dem ihm unter der Leitung von Dr. Cid die extrahierte Essenz der Esper injiziert wurde. Dadurch erhielt er die Fähigkeit der Magie, verlor jedoch seine mentale Gesundheit. Das Experiment wurde dennoch als erfolgreich eingestuft, in seinen Einzelheiten variiert und an einer Reihe anderer Probanden durchgeführt, unter diesen auch Celes.

Unmittelbar vor den Geschehnissen der ersten Spielszenen war Kefka derjenige, der Terra den Knechtreif anlegte und sie auf die eigenen Soldaten losließ, um ihre Loyalität zu testen und fand daran offensichtlich großes Vergnügen und feuerte sie sogar noch an. Dies impliziert, dass er das Leben von Dritten bereitwillig aufs Spiel setzt, um ein höheres Ziel zu erreichen. Seine nächste Szene demonstriert seinen Umgang mit seinen Untergebenen, denen er aufträgt, den Sand von seinen Schuhen zu fegen, während er durch die Wüste läuft, nur um sie anschließend auszulachen und zu beleidigen. Edgar hat offensichtlich gelegentlichen Kontakt zu Kefka und offenbar nicht viel für diesen übrig, so wie sich die beiden auf Burg Figaro aufführen. Kefka erläutert seinen Auftrag der Abführung von Terra, woraufhin aber Edgar ihn vom Hofe jagt. Kefka entzündet darauf das Schloss, wieder ohne Rücksicht auf Verluste, allerdings erfolglos.

Kefka Sand

Kefka in der Wüste um Burg Figaro

Es folgt sein berüchtigter Auftritt vor den Toren von Burg Doma, als er General Leo mit der schlichten Lüge vertreibt, der Imperator verlange nach ihm, damit er ungestört die Wasserzufuhr ins Schloss vergiften kann. Generell kann gesagt werden, dass er das militärische Gegenstück zu General Leo darstellt. Wo Kefka auf Effektivität ohne Rücksicht auf die Kosten setzt, ist General Leo von der Vermeidung des Unnötigen und dem Schutz der Unschuldigen überzeugt. Nach diesem hinterhältigen Anschlag wird er mehrmals von Cyan, Sabin und Shadow gestellt, flüchtet aber immer auf der Stelle und lässt spottende Bemerkungen fallen.

Kefka-Thamasa

Der Überfall von Thamasa

Die Rückkehrer sehen in der Magitek-Fabrik aus dem Hintergrund, wie Kefka, seiner sadistischen Neigung entsprechend, höchst amüsiert die Esper Ifrit und Shiva foltert und in einen Abgrund stürzt, weil sie in seinen Augen wertlos sind. Später fordert er von Celes die Herausgabe der Maginite, ihre Aktivität als Spionin aufdeckend. Nach dem Öffnen des Tors zum Reich der Esper wird Kefka von Gestahl inhaftiert, um die Rückkehrer auf die falsche Fährte zu locken und ein Friedensangebot stellen zu können, wahrscheinlich ohne Kefkas Wissen, denn er kann in seiner Zelle gesehen werden, wie er sich beschwert und über mangelnden Komfort auslässt. Nichtsdestotrotz befindet er sich später in Thamasa wieder auf freiem Fuße, nachdem die Kollaboration der Esper und der Menschen beschlossen wurde. Kefka tötet General Leo hinterrücks durch den Einsatz eines Trugbildes und zahlreiche Esper ohne besondere Mühe, aber mit großem Amusement, deren Maginite er sich gierig einverleibt. Er begleitet Gestahl in das Esper-Reich und erhebt mittels des Kriegstriumvirats den Magischen Kontinent.

Kefka-Gestahl

Kurz vor Gestahls Tod

Dort oben, als er von den Rückkehrern gefunden wird, wird er von Celes angegriffen, rastet völlig aus und stellt sich in das Magiefeld der drei Statuen und erreicht damit ein Art Immunität gegenüber Gestahls Attacken. Er kontrolliert nun die Macht der Statuen und missbraucht sie, um Gestahl zu töten. Dabei gibt er kichernd und höchst vergnügt Richtungsanweisungen an die Statuen, erst nach mehrmaligen Fehlschlägen trifft er den Imperator. Über dessen Tod triumphierend, tritt er seinen Körper erst vor sich her und wirft ihn dann völlig respektlos vor dessen Autorität über den Rand des Magischen Kontinents. Anschließend verschiebt er die Statuen und bringt das empfindliche Gleichgewicht außer Kontrolle. Die unkontrollierbare Macht der Statuen entlädt sich überall auf der Welt und formt sie neu. Die folgenden Ereignisse werden anschließend als Apokalypse bezeichnet und die Welt des Ruins entsteht.

Kefka residiert in seinem Turm, der aus den Überresten Vectors und Teilen der Magitek-Fabrik besteht, und kontrolliert die Welt mit Furcht und Gewalt. Er lässt gelegentlich sein Licht der Verurteilung willkürlich auf Orte los, um seine Allmacht zu demonstrieren oder um sich gegen ihn formierenden Widerstand im Keim zu ersticken, wodurch er massive Zerstörung anrichtet. Hier abstrahierte er die Macht der Statuen und wurde so zu einer gottähnlichen Entität. Vor der finalen Konfrontation mit ihm erläutert er seine nihilistischen Motivationen, indem er jeglichen Lebensgrund, aufgrund der Vergänglichkeit, ablehnt und die dadurch allgemeine Existenz an sich verachtet. Leben sei ebenso nutz- wie bedeutungslos und von daher habe nichts eine Berechtigung zu existieren. Die Rückkehrer jedoch können ihn besiegen und somit seine Schreckensherrschaft beenden. Weil er der Gott der Magie wurde, verschwindet nach seinem Tod Magie endgültig. Auch die Esper können nicht mehr sein, und so verschwindet auch Terras alternative Gestalt.

Kampf Bearbeiten

Hauptartikel: Kefka (Boss) und Kefka (Endgegner).

Kefka ist, neben seiner Rolle als Endgegner des Spiels, nur einmal während der Handlung zu bekämpfen, als dieser mit den imperialen Truppen die neutrale Stadt Narshe angreift, in welcher die Rückkehrer die Esper Valigarmanda beschützen.

Symbolik und Etymologie Bearbeiten

Angelkefka

In seiner zweiten Gestalt stellt er eine Art Engel mit vier Flügeln und zwei schwarzen Schwingen dar. Auch das Setting des Kampfes erinnert ungemein an die Darstellung des Himmels. Dies soll wahrscheinlich Kefkas gottesgleiche Macht darstellen und wurde im Nachfolger Final Fantasy VII für den Kampf gegen Sephiroth erneut aufgegriffen. Während des Kampfes tritt man gegen vier Formen Kefkas an, dessen Erscheinungen stark an Dante Alighieris "Göttliche Komödie" (Commedia) erinnern. Die ersten drei Kämpfe stellen dabei die drei Jenseitsreiche da: Hölle (Inferno), Läuterungsbereich (Purgatorio, eigentlich „Fegefeuer“) und Paradies (Paradiso). Der letzte Kampf symbolisiert die Begegnung mit Gott, in der Gott Dante den Sinn des Lebens offenbart. Sein Name könnte von Franz Kafka abgeleitet sein, der in seinen Werken die dunklen und versteckten Aspekte der menschlichen Psyche gerne als Stilmittel aufgriff. Seine Hintergrundmusik, passend zu seinem Outfit, klingt in gewisser Weise zirkusartig, das Stück allerdings, das während dem finalen Gefecht gespielt wird, ist dagegen episch orchestralisch. Besonders interessant ist bei ihm, dass seine Entwicklung hin zum Wahnsinn während der Handlung vom Spieler mitverfolgt werden kann. So startet er recht schwach und unbedrohlich ins Spiel, je mehr Macht er allerdings erlangt, desto boshafter und grausamer wird er, wohingegen manch anderer Antagonist schlicht und ergreifend „von Natur aus“ das Böse darstellt und deutlich weniger Entfaltungsspielraum hat. Sein Verhalten ist völlig unseriös und er lässt lieber an seiner statt kämpfen und flüchtet auf der Stelle, wenn er gestellt wird. Später ist er in der Lage, eine Esper ohne Anstrengung zu töten und wird letztenendes sogar mächtiger als das Kriegstriumvirat. Seine Geschichte vom Aufstieg im Militär über den Verfall in den Größenwahn und den Sturz durch die Kräfte des Guten ähnelt entfernt manchen biblischen Erzählungen (Luzifer, Joseph von Ägypten).

MusikBearbeiten

[[Datei:|180px]]
Dancing Mad
Dancing Mad FFVI


Während des Kampfes mit Kefka wird das Musikstück Dancing Mad gespielt. Der Titel des Liedes zielt dabei auf Kefkas labile Psyche ab.

Andere Auftritte Bearbeiten

Dragon Quest & Final Fantasy in Itadaki Street Portable Bearbeiten

Hier erscheint Kefka zwar nicht als spielbarer Charakter, aber als eine Ereigniskarte.

Dissidia: Final Fantasy Bearbeiten

Kefka Palazzo Dissidia
Hauptartikel: Kefka Palazzo (Dissidia).

Kefka ist einer der insgesamt 22 spielbaren Charakteren in Dissidia: Final Fantasy. Ihm gegenüber steht Terra Branford und beide repräsentieren Final Fantasy VI.

Dissidia 012 Final FantasyBearbeiten

Kefka ist auch in Dissidia 012 Final Fantasy erneut vertreten.

Galerie Bearbeiten

 
KefkaGott
 
Kefka
 
Kefka Amano
 
Chibi Kefka Amano
 
Kefkaboss
 
Dissidia Kefka CG-Render

TriviaBearbeiten

  • Im Final Fantasy VI Ultimania erfährt man, dass Kefka am 19. November geboren, ungefähr 1,70 m groß und 48 kg schwer ist. Er ist 35 Jahre alt.
  • In Final Fantasy VII ist es möglich, eine tiefere Version von Kefkas Lachen zu hören. Dazu muss der Spieler in das Geisterhotel der Gold Saucer hineingehen und im Item-Laden ein Gesicht in der linken Ecke ansprechen.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki